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Wann wird aus einem wirtschaftlichen Risiko eine echte Unternehmenskrise?


Nicht jede Verschlechterung der Geschäftslage bedeutet sofort eine Krise. Entscheidend ist, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und richtig einzuschätzen.

Besonders aufmerksam sollten Geschäftsführungen werden, wenn sich mehrere dieser Entwicklungen abzeichnen:

  • Sinkende Erträge: Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt hinter den Erwartungen zurück.
  •            Liquiditätsengpässe: Zahlungsverpflichtungen können zunehmend schwieriger erfüllt werden.
  •                       Rückläufige Aufträge: Eine schwächere Auftragslage kann sich zeitversetzt auf Umsatz und Liquidität auswirken.
  •                        Steigende Finanzierungskosten: Höhere Zinsen oder veränderte Finanzierungsbedingungen können die finanzielle Belastung erhöhen.
  •                         Negative Planungsentwicklung: Die aktuelle Unternehmensplanung zeigt, dass Ziele oder finanzielle Verpflichtungen möglicherweise nicht erreicht werden.


Gerade bei solchen Anzeichen sind eine realistische Unternehmensplanung und eine frühzeitige Analyse entscheidend.


Doch was hat das mit Wirtschaftsprüfung zu tun?

Auch im Rahmen der Abschlussprüfung spielt die Fortführung der Unternehmenstätigkeit eine wichtige Rolle. Dabei werden unter anderem die Unternehmensplanung, die Liquiditätsentwicklung und wesentliche Annahmen betrachtet.


Das IDW hat im August 2026 einen Entwurf zur Umsetzung des überarbeiteten ISA 570 veröffentlicht, der sich mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit befasst.


Unser Tipp: Risiken früh erkennen, denn je früher gehandelt wird, desto größer ist der Handlungsspielraum.


Quelle: IDW