Permanente Inventur

Muss eine körperliche Bestandsaufnahme im Rahmen der permanenten Inventur unterjährig durchgeführt werden?

Bei der permanenten Inventur kann bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen im Sinne des § 241 Abs. 2 HGB auf eine Inventur zum Jahresende (Stichtagsinventur) oder die vor- oder nachgelagerte Stichtagsinventur verzichtet werden.

Hier liegen die Besonderheiten darin, dass die Bestände zum Jahresende alleine aus der Lagerbuchhaltung abgeleitet werden. Um die Verlässlichkeit des Lagersystems zu überprüfen ist eine körperliche Bestandsaufnahme unterjährig als Kontrollfunktion zu sehen. Der Zeitpunkt der Inventur ist zwischen dem vorangegangen und dem Bilanzstichtag frei wählbar. Gemäß den Vorschriften, muss eine körperliche Bestandsaufnahme als Abstimmung zwischen den Soll-Beständen laut Lagerbuchhaltung und den Ist-Beständen durchgeführt werden. Die Pflicht zur Aufnahme kann bei einzelnen Gegenstände/Fächern auch dann als erfüllt angesehen werden, wenn ein geringerer Bestand oder gar ein Null-Bestand vorhanden ist. Wurden unterjährig nicht alle Gegenstände bzw. Fächer aufgenommen, so müssen diese zum Jahresende hin an einem festlegten Termin aufgenommen werden.

Die zeitliche Verteilung der Bestandsaufnahme wird als Vorteil der permanenten Inventur gesehen. Die permanente Inventur kann aber auch unterjährig an einem einzigen Aufnahmetag durchgeführt werden. Eine ständige Bestandsaufnahme ist unterjährig deshalb nicht zwingend erforderlich.

 

Sofern Sie Fragen bezüglich der Vorräte Ihres Unternehmens haben, wenden Sie sich an uns. Wir von PRC – Priller, Reinhard & Coll. GmbH unterstützen Sie hierbei.

Related Post