Auswirkungen des neuen Entgelttransparenzgesetzes für die Jahresabschlüsse ab 2018

Mit Datum vom 6. Juli 2017 ist das neue Gesetz über die Entgelttransparenz in Kraft getreten. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen Betriebe mit mehr als 200 Beschäftigten bei demselben Arbeitgeber sowie für die Bediensteten im öffentlichen Dienst, wenn die Dienststelle mehr als 200 Beschäftigte aufweist.

Das Gesetz soll entsprechend einer Mitteilung der EU-Kommission vom 7. März 2014 den Grundsatz der Entgeltgleichheit für Männer und Frauen stärken. Des Weiteren soll es die Transparenz der betrieblichen Entgeltstrukturen erhöhen und die vorhandene Diskriminierung im Entgeltbereich reduzieren bzw. verhindern.

Das Entgelttransparenzgesetz verlangt von lageberichtspflichtigen Betrieben mit mehr als 500 Mitarbeitern eine Berichtspflicht als Anlage zum Lagebericht.

Der Bericht muss entsprechend dem Gesetz folgende Angaben enthalten:

  • Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern sowie deren Wirkung
  • Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männern

Unternehmen, die keine Maßnahmen im Sinne des § 21 Abs. 1 Nr. 1 und 2 EntgTranspG eingeleitet haben, müssen dies in ihrem Bericht erläutern.

Weitere Pflichtangaben im Bericht:

  • die durchschnittliche Gesamtzahl der Beschäftigten
  • die durchschnittliche Zahl der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten

Berichtszeitraum und Veröffentlichung:

Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, die tarifgebunden im Sinne des § 5 Abs. 4 EntgTranspG sind, müssen diesen Bericht alle fünf Jahre erstellen. Alle anderen Arbeitgeber müssen diesen Bericht alle drei Jahre erstellen.

Die Angaben zur durchschnittlichen Gesamtzahl der Beschäftigten und die durchschnittliche Zahl der Voll- und Teilzeitbeschäftigten sind nur im letzten Jahr des Berichtszeitraumes zu nennen. Ab dem zweiten Bericht sind die oben genannten Angaben und die Veränderungen im Vergleich zum letzten Bericht anzugeben.

Der Bericht nach § 21 EntgTranspG ist dem nächsten Lagebericht, der dem jeweiligen Berichtszeitraum folgt als Anlage beizufügen und im Bundesanzeiger zu veröffentlichen.

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