Erhaltungsaufwand vs. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten

Kennen Sie das auch, da kommt die Rechnung vom Handwerker und jedes Mal die gleiche Frage? Handelt es sich um Erhaltungsaufwand oder um nachträgliche Anschaffungs- und Herstellungskosten.

In diesem Beitrag, möchten wir Ihnen Grundsätze an die Hand geben, wie Sie schnell Klarheit über die Bilanzierung finden.

Aufwendungen, die dem langfristigen Erhalt des Gebäudes oder der Maschine dienen, sind als Betriebsausgabe in dem entsprechenden Jahresabschluss sofort gewinnmindernd abziehbar. Hierbei ist es nicht entscheidend, ob die erneuerten Wirtschaftsgüter bereits vollständig abgenutzt bzw. verbraucht sind. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Frage, ob das bereits vorhandene Gebäudeteil/Maschine ersetzt bzw. nicht neu erschaffen wird.

Beispiel für Erhaltungsaufwand:

In der Werkshalle werden alle Lampen auf LED umgestellt. In diesem Fall werden keine Lampen neu installiert, lediglich die Leuchtmittel wurden ausgetauscht. Dies ist ein klassischer Fall von Erhaltungsaufwand.

Nachträgliche Anschaffungs- und Herstellungskosten liegen dann vor, wenn ein Gebäudeelement neu geschaffen wird oder eine Maschine neu gekauft wird. Dazu zählt auch, wenn innerhalb der ersten drei Jahre nach Anschaffung des Gebäudes/der Maschine Aufwendungen anfallen, die ohne Umsatzsteuer 15% der Anschaffungskosten betragen (vgl. §6 Abs. 1 Nr. 1a EStG).

Beispiel für nachträglich Anschaffungs- oder Herstellungskosten:

In der neu gebauten Werkshalle wird im Zuge der Neustrukturierung der Halle und der besseren Anlieferungen von Teilen ein neues Rolltor für die LKWs gebaut, da dieses Gebäudeelement nicht vorhanden ist und somit neu geschaffen wurde, ist es als nachträgliche Anschaffungs- und Herstellungskosten zu sehen.

Haben Sie Fragen zur Rechnungslegung oder weiteren Themen des Jahresabschlusses? Wir von PRC – Priller, Reinhard & Coll. GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften helfen Ihnen gerne. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an!

 

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